Gutenberg und die Neuzeit

Hopfengarten erlebt Aufschwung

Als Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg, Mitte des 15. Jahrhunderts den Buchdruck erfindet, ist das Gebiet rund um den heutigen Hopfengarten ein florierendes Mischgebiet mit viel Wohnen und viel Gewerbe. Funde belegen die Anfänge eines bürgerlichen Lebens. Frühe Kieselsteinpflaster belegen ein städtisches Leben mit reichlich Verkehr. Die Archäologen haben aus dieser Zeit Reste von Stuck und Scherben aus keramischer Produktion gefunden. Für die Forscher verdichten sich die Hinweise, dass dieser Stadtteil bis zum 17. Jahrhundert einen stetigen Aufschwung erfuhr und hier zunehmend gutsituiertes Bürgertum seinen Geschäften nachging. Auch im 17. Jahrhundert ist die Stadtvilla des Vizedominus Peter von der Leyen in dem Quartier belegt. Dass der Vertreter des Erzbischofs nicht in einem armseligen Domizil lebte, ist für die Historiker keine Frage. Im 18. Jahrhundert war eine namhafte Brauerei hier ansässig, deren Gründer nach der Quellenlage die erste Müllabfuhr für die gesamte Stadt organisierte und ins Werk setzte. Auch der Musikstecher Bernhard Schott hatte hier seine Werkstatt, aus welcher der Musikverlag Schott hervorging.


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